Kinderbecken-bodenPhysio
Rianne ist Kinderbeckenboden-Physiotherapeutin und auf die Behandlung von Kindern mit Blasen-, Darm- und Bauchbeschwerden spezialisiert.
Sie zeigt den Kindern, wie sie die Kontrolle über Blase, Darm und Beckenbodenmuskulatur verbessern können. Die Eltern werden ebenfalls instruiert und mit praktischen Alltagstipps versorgt.
Viele Kinder leiden lange, bevor sie Hilfe bekommen. Rianne berät unkompliziert und begleitet einfühlsam, damit das Kind wieder unbeschwert am Alltag teilnehmen kann.
Für wen?
Vielleicht erkennen Sie bei Ihrem Kind eines oder mehrere der folgenden Anzeichen:
sehr wenig oder sehr häufiges Wasserlassen
Unfälle beim Wasserlassen tagsüber
Bettnässen
häufige Blasenentzündungen
Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
Bauchschmerzen
Angst vor dem Wasserlassen und/oder Stuhlgang
Schwierigkeiten den Darm und/oder die Blase vollständig zu entleeren
Verstopfung (Obstipation)
Stuhlinkontinenz oder Verschmieren der Unterwäsche
Zurückhaltungsverhalten (nicht aufs WC gehen wollen)
Verzögerte Entwicklung der Sauberkeit
Unser Vorgehen
Erstgespräch / Kennenlernen
Erfassen der Beschwerden und gemeinsame Zielbesprechung. Sie führen ggf. Tagebücher über Wasserlassen und Stuhlgang Ihres Kindes und Sie füllen einen Trinkplan aus.
Bewegungs- und körperliche Untersuchung
Rianne schaut, wie Ihr Kind sitzt, sich bewegt, atmet und entspannt. Ausserdem erklärt sie kindgerecht die Funktionen von Blase, Darm und Beckenboden.
Diagnose und Behandlungsplan
Nach Auswertung der Tagebücher und Untersuchungen wird eine physiotherapeutische Diagnose gestellt. Gemeinsam mit Ihrem Kind erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan und starten das Therapieprogramm.
Kindgerechte Behandlung/Übungen
Nutzung von Spielen und altersgerechten Übungen, um die Kinder altersentsprechend zu motivieren und informieren.
Sauberkeit
Die meisten Kinder werden ganz von selbst sauber, und es ist ein wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung. Die Sauberkeitsentwicklung hängt eng mit der motorischen, neurologischen und psychosozialen Entwicklung des Kindes zusammen. Ein Kind muss wollen, sich trauen, es können, handeln und diese Fähigkeiten auch beibehalten. Sauber zu sein bedeutet, dass das Kind den Harndrang oder Stuhldrang spürt und aus eigenem Antrieb zur passenden Zeit und an einem geeigneten Ort auf die Toilette geht. In der Regel werden Kinder zwischen zwei und vier Jahren sauber.
Manchmal verläuft die Sauberkeitsentwicklung jedoch schwieriger. Einige Kinder haben länger Schwierigkeiten, trocken und sauber zu bleiben. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. So können die falsche Nutzung der Beckenbodenmuskulatur, Angst vor der Toilette, Verstopfung, Aufschieben von Toilettengängen oder eine überaktive Blase eine Rolle spielen. Auch angeborene Besonderheiten, traumatische Erfahrungen, Bauchoperationen oder wiederkehrende Harnwegsinfektionen können dazu führen, dass Probleme bestehen bleiben. Häufig gibt es aber auch keine klare Ursache. Es kommt vor, dass ein Kind nach einer längeren trockenen Phase wieder nasse oder verschmutzte Hosen hat.
Bei uns bringen wir gemeinsam mit Ihrem Kind und Ihnen als Eltern alles in Ruhe in Erfahrung, um eine passende physiotherapeutische Diagnose zu stellen. Darauf basierend entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan, der genau auf Ihr Kind zugeschnitten ist und hilft, wieder Kontrolle, Sicherheit und Wohlbefinden im Alltag zu gewinnen.
Blasenprobleme
Blasenprobleme bei Kindern können verschiedene Ursachen haben.
Wenn das Wasserlassen nicht so funktioniert, wie es sollte, kann es zum Beispiel zu ungewolltem Urinverlust am Tag oder in der Nacht kommen. Manche Kinder berichten, dass sie das Signal ihrer Blase gar nicht gespürt haben. Andere nehmen den Harndrang zwar wahr, reagieren jedoch nicht darauf, vielleicht weil sie intensiv spielen oder mit einem Video beschäftigt sind.
Es gibt auch Kinder, die zwar trocken sind, aber sehr häufig zur Toilette müssen, Schmerzen beim Wasserlassen haben oder ständig Harndrang verspüren. Wiederkehrende Harnwegsinfektionen kommen ebenfalls vor, insbesondere bei Mädchen.
Das Wasserlassen ist ein Zusammenspiel zwischen Blase, Gehirn und Beckenbodenmuskulatur. Wenn ein Kind das Gefühl hat, keine Kontrolle über das Wasserlassen zu haben, kann es passieren, dass das Gehirn gewissermassen „nicht mehr mitmacht“. Das Kind reagiert dann weniger gut auf den Harndrang. Beim sogenannten Zurückhalteverhalten wird die Beckenbodenmuskulatur unnötig angespannt. Dadurch wird das natürliche Gefühl für den Harndrang abgeschwächt und das Kind kann plötzlich von starkem Harndrang überrascht werden. Gleichzeitig kann es schwieriger sein, die Blase auf der Toilette vollständig zu entleeren. So kann ein Teufelskreis entstehen.
Gemeinsam schauen wir uns die Ursache des Blasenproblems genau an. Mithilfe eines Miktionsprotokolls, Trinkprotokolls, sowie der Beurteilung der Entspannungsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur und des Körperbewusstseins ermitteln wir die Hintergründe der Beschwerden. Auf dieser Basis erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan.
Ein gutes Verständnis des Problems und seiner Ursachen ist dabei ein wichtiger erster Schritt. Rianne erklärt, wie das Wasserlassen funktioniert, wie Kinder die Signale ihrer Blase besser wahrnehmen können, wie sie angemessen auf Harndrang reagieren und was notwendig ist, um sich beim Wasserlassen gut zu entspannen. Mit gezielter Begleitung lernen Kinder, wieder Vertrauen in ihren Körper zu entwickeln. Möchten Sie weitere Informationen oder Ihr Kind anmelden, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Darmprobleme
Darmprobleme bei Kindern können sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Stuhlunfälle oder Schmierungen in der Unterwäsche, Durchfall oder sehr harter Stuhlgang, schmerzhafter Stuhlgang, Zurückhalteverhalten, Verstopfung (Obstipation), Bauchschmerzen und Angst vor dem Stuhlgang sind Beschwerden, mit denen Eltern und Kinder zu uns in die Praxis kommen.
Oft treten diese Probleme nicht isoliert auf. Wenn ein Kind Stuhlgang als unangenehm oder schmerzhaft erlebt hat, oder Angst vor der Toilette hat, kann es beginnen, den Stuhl zurückzuhalten. Dadurch bleibt der Stuhl länger im Darm und trocknet zunehmend aus. Das macht den nächsten Toilettengang oft noch schmerzhafter, sodass ein Teufelskreis entsteht.
Stuhlverlust kann auch ein Symptom einer Verstopfung sein, auch wenn das Kind regelmässig Stuhlgang hat.
Gemeinsam gehen wir der Ursache des Darmproblems auf den Grund. Mithilfe der Auswertung eines Stuhltagebuchs und Trinkprotokolls, sowie der Beurteilung der Entspannungsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur ermitteln wir die Hintergründe der Beschwerden. Auf dieser Basis erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan, sodass wir anschliessend gemeinsam an einer Lösung arbeiten können.
Zugang
Kinderphysiotherapie wird üblicherweise durch einen Arzt/Ärztin verordnet. Sobald Sie eine Verordnung für Physiotherapie erhalten haben, sollte die Behandlung innerhalb von fünf Wochen beginnen. Melden Sie sich möglichst bald bei uns, da eine frühzeitige Behandlung bessere Erfolge erzielen kann.
Eine Verordnung gilt üblicherweise für neun Therapiesitzungen. Sie kann grundsätzlich für drei weitere Serien verlängert werden, wenn dies nötig sein sollte. Nach neun Behandlungen haben die Kostenträger (Krankenkasse, IV) das Recht, weitere Auskünfte von Ihren Ärzten oder von uns einzufordern.
Kosten
Liegt eine ärztliche Verordnung vor, so übernimmt die Grundversicherung, die Unfallversicherung oder die Invalidenversicherung die Kosten für die physiotherapeutische Behandlung.
Für Patientinnen und Patienten wohnhaft im Fürstentum Liechtenstein
Bitte klären Sie vor der Behandlung mit Ihrer Krankenkasse, ob die Kosten für Physiotherapie in der Schweiz übernommen werden. Gegebenenfalls ist eine Zusatzversicherung für die physiotherapeutische Behandlung in der Schweiz notwendig.